Elektrische Rauchen - Vermutungen eines Lesers

Elektrisches Rauchen: Vermutungen

Über die möglichen Motive des Schlechtmachens der E-Zigarette

von DaMar, Mitglied im Dampfertreff

In den vergangenen Wochen und Monaten wurden wiederholt Negativmeldungen über elektrische Zigaretten in den Medien verbreitet. Wenn man sich die Art und Weise dieser Berichterstattung ansieht, kommt man unweigerlich zu dem Schluss, dass es sich dabei um eine systematische Kampagne handelt. Die Motive der einzelnen Personen und Gruppen sind dabei nicht immer leicht erkennbar und selbstverständlich gibt darüber auch niemand wirklich Auskunft. Dieses Dokument soll aufzeigen, welche Motive die einzelnen Personen und Gruppen haben können. Dabei handelt es sich, wie auch in der Überschrift genannt, um Vermutungen.

Die Tabakindustrie

Die elektrische Zigarette stellt die erste wirkliche Bedrohung für das Geschäftsmodell der Tabakindustrie dar. Zum ersten Mal ist es für einen Raucher möglich, sowohl seine körperliche, als auch seine psychische Sucht zu befriedigen, ohne auf Produkte der Tabakfirmen zurückgreifen zu müssen. Seit Einführung der E-Zigarette haben bereits Millionen Raucher der herkömmlichen Zigarette den Rücken gekehrt und gerade in den letzten Monaten ist die Anzahl der Raucher, die über einen Wechsel nachdenken, immer größer geworden.

Die Pharmaindustrie

Bis zur Einführung der elektrischen Zigarette waren Produkte der Pharmaindustrie (Inhalatoren, Nikotinpflaster) die einzige Möglichkeit für Ex-Raucher, den Nikotinentzug erträglicher zu gestalten. Diese Produkte führen, obwohl arzneimittelrechtlich zugelassen, in vielen Fällen zu massiven Hautirritationen (Nikotinpflaster) oder Irritationen im Mund- und Rachenraum (Nikotinkaugummis). Die Erfolgsquote dieser Mittel liegt laut Studien im einstelligen Prozentbereich, d.h. über 90% der Raucher werden rückfällig. Die elektrische Zigarette ist wesentlich verträglicher und billiger als die dato erhältlichen Produkte. Zudem kann sie zur Nikotinreduktion verwendet werden.

Das deutsche Krebsforschungszentrum (DKFZ)

Frau Dr. Martina Pötschke-Langer hat als Vertreterin des DKFZ und diverser Nichtraucherverbände in den vergangenen Wochen die Medien informiert, um die Menschen darüber "aufzuklären", wie schädlich die E-Zigarette ist. Ihr Engagement für den Nichtraucherschutz verliert allerdings durch die von ihr verwendeten Unwahrheiten stark an Glaubwürdigkeit. Das DKFZ finanziert sich unter anderem durch Rauchentwöhnungskurse. Dazu empfiehlt das DKFZ auch ausdrücklich Produkte der Pharmaindustrie.        
Alle diese Kurse setzen auf vollständige Abstinenz, die Rückfallquoten dieser Kurse sind dementsprechend hoch. In Versuchen wurden Raucher, die nicht vorhatten mit dem Rauchen aufzuhören, mit der elektrischen Zigarette vertraut gemacht. Ergebnis dieser Versuche war, dass auch diejenigen das Rauchen aufgaben, die dies ursprünglich nicht vorhatten. Das DKFZ bezeichnet diese Versuche übrigens als nicht relevant. Offenbar ist das DKFZ an möglichen Alternativen nicht interessiert.


Die Politik

Bisher sind Schätzungen zufolge allein in Deutschland mehr als eine Millionen Raucher auf die elektrische Zigarette umgestiegen. Wenn man pro E-Raucher von einer nicht gekauften Schachtel Zigaretten pro Tag ausgeht, ergibt sich bei einer Steuerquote von 83% (Tabak- und Mehrwertsteuer) eine jährliche Steuermindereinnahme von mehr als einer Milliarde Euro (1.000.000.000). Vor einigen Jahren sollte die Tabaksteuer in einem Schritt stark erhöht werden. Statt dessen wurde sie in mehreren kleinen Schritten erhöht. Die damalige Gesundheitsministerin Ulla Schmidt erklärte dazu, dass man damit das Ausweichverhalten der Raucher vermeiden wolle. Damals gab es die E-Zigarette noch nicht, jetzt gibt es sie und die nächste Tabaksteuererhöhung steht bevor. Wie viele Raucher würden wohl auf E-Betrieb umsteigen, wenn die elektrische Zigarette nicht so diffamiert worden wäre?
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Dieser Text ist lediglich eine Zusammenstellung von hoffentlich nachvollziehbaren Vermutungen. Es ist nicht das Ziel dieses Dokumentes, einen Nachweis oder Beweis für die hier aufgestellten Behauptungen zu erbringen. Es geht hier lediglich darum, Motive der Gruppen aufzuzeigen, die sich in den vergangenen Wochen negativ zur E-Zigarette geäußert haben. Die Wertung, ob und in wie weit dies zutreffen kann, bleibt jedem selbst überlassen.